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Schlaganfall

Der Schlaganfall ist eine schwere Erkrankung, die plötzlich auftritt und häufig zum Tod oder zu erheblichen Behinderungen der Patienten führt. Mit jährlich 1,8 Millionen neuen Schlaganfallpatienten (in den Industrieländern), in Deutschland allein 200 000 neuen Patienten, steht der Schlaganfall an dritter Stelle als Todesursache in diesen Nationen. Weiterhin ist hier der Schlaganfall einer der Hauptgründe für Körperbehinderungen.

Die Hauptform des Schlaganfalls ist die Hirnischämie (ca. 80-85%, mit 20% Sterblichkeit). Sie wird durch eine Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns, verursacht durch ein thromboembolisches Gerinnsel, ausgelöst. Dadurch kommt es in der betroffenen Hirnregion zu einer verminderten Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Als Folge der verminderten Blutversorgung kommt es zu massivem neuronalem Zelltod und der Aktivierung von entzündlichen und ödematösen Prozessen. Dies bewirkt eine Vergrößerung der Verletzung und des Infarktgebiets, was schließlich als Gesamtkonsequenz zu neurologischen Defiziten führt.

Zur Zeit gibt es in Amerika und Europa nur eine anerkannte, pharmakologische Therapie zur Behandlung von akutem ischämischen Schlaganfall: die Lyse des Blutpfropfens, der die Gefäße, verstopft mit Gewebe-Plasminogen-Aktivator (t-PA). Ein Nachteil der aktuell anerkannten Lyse-Therapie ist, dass die Behandlung nur innerhalb von 4,5h nach dem Auftreten der Symptome empfohlen zugelassen ist. Zusätzlich erfordert diese Therapie eine vorherige, aufwendige Diagnose, um andere Ursachen für die Erkrankung auszuschließen. Derzeit bekommt nur eine begrenzte Anzahl von Schlaganfall-Patienten diese Lyse-Therapie.