Unter einer Rückenmarksverletzung versteht man eine Beschädigung des Rückenmarks, die schließlich die Nerven im Spinalkanal beeinträchtigt. Dadurch wird die neuronale Kommunikation zwischen dem Gehirn und der Körperregion unterhalb der Verletzung gestört. In der überwiegenden Anzahl der Fälle bewirkt eine Rückenmarksverletzung einen lebenslangen Verlust der Kontrolle von motorischen und sensorischen Funktionen. Nach der primären Verletzung des Rückenmarks führt eine Kaskade von Ereignissen zum fortschreitenden Verlust von Gewebe, was die Prognose für den Patienten verschlechtert.
Rückenmarksverletzungen werden hauptsächlich durch Unfälle verursacht. Am häufigsten treten sie bei jungen Menschen im Alter von 16-35 Jahren auf. Somit sind Rückenmarksverletzungen die Hauptursache für Körperbehinderungen bei jungen Menschen.
Heutige Behandlungsmöglichkeiten sind auf Medikamente zur Reduktion von Entzündungsprozessen und auf operative Eingriffe zur Stabilisierung des momentanen Status’ des Patienten begrenzt. Der Verlust der motorischen Funktion kann etwas durch Physiotherapie kompensiert werden. Es gibt jedoch keine Therapie, um den neuronalen Zelltod zu stoppen und den Wiederaufbau neuronaler Netzwerke zu unterstützen.