ZNS-Programm

Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) sind für Patienten und deren Angehörige oftmals eine nachhaltige und schwere Belastung. In vielen Fällen gibt es nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten die Symptome zu behandeln, geschweige denn die Krankheit zu heilen. SYGNIS hat sich zum Ziel gesetzt, in einem Bereich, in dem es zwar einen großen medizinischen Bedarf, derzeit jedoch noch keine oder nur unzureichende Therapiemöglichkeiten gibt, neue Ansätze für innovative Therapien zur Behandlung dieser Erkrankungen des ZNS zu entwickeln.

Viele Symptome von ZNS-Erkrankungen, insbesondere von neurodegenerativen, traumatischen und psychiatrischen Erkrankungen, haben eine gemeinsame Ursache: Der Verlust von Neuronen im Gehirn oder im Rückenmark. Dieser Verlust kann akute Ursachen haben, wie z.B. bei Schlaganfall, Schädel-Hirn-Traumata oder Rückenmarksverletzungen, kann aber auch durch chronische Krankheitsverläufe entstehen, wie z.B. bei der Parkinson Krankheit oder bei der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS).

Die Folge für Patienten ist immer eine Verminderung der funktionellen Fähigkeiten, je nach Gebiet und Ausmaß der neuronalen Verluste. Die häufigsten und schwersten Folgen im Zusammenhang mit dem Verlust von Nervenzellen sind motorische Einschränkungen und Demenz/Gedächtnisstörungen. Die meisten ZNS-Erkrankungen sind sehr komplex. Über die genauen Abläufe der Erkrankung ist bisher nur wenig bekannt.

SYGNIS arbeitet an der Erforschung und Entwicklung von neuen Behandlungsmethoden für ZNS-Erkrankungen mit einem besonderen Schwerpunkt auf Schlaganfall und verschiedene Formen der Demenz.

Für die Entwicklung von neuen effektiven Therapien ist es eine Grundvoraussetzung zusätzlich zum Ablauf der Erkrankung auch die körpereigenen, regenerativen Prozesse zu kennen und zu verstehen. Das Team von SYGNIS hat bereits große Erfahrung und Expertise in der Erforschung und Analyse dieser Prozesse. SYGNIS verfügt außerdem über die entsprechenden Kompetenzen, um die Entwicklung erfolgversprechender Projekte schnell voranzutreiben und die Forschungsergebnisse in die präklinische und klinische Entwicklung zu überführen. SYGNIS geht davon aus, dass Abläufe, die die Regeneration des ZNS fördern, wie z.B. die Neubildung von Nervenzellen (Neurogenese), die Differenzierung von Nervenzellen oder die neuronale Plastizität, einen außerordentlich positiven Einfluss auf die Behandlung neurodegenerativer und psychiatrischer Erkrankungen haben könnten. Die Anregung regenerativer Prozesse im ZNS könnte neue Wege eröffnen, um den Verlauf einer Erkrankung zu ändern - oder vielleicht sogar eine Heilung zu ermöglichen.

SYGNIS fokussiert auf eine innovative und beschleunigte Entwicklung von neuen Behandlungsmöglichkeiten bei vermindertem Entwicklungsrisiko und stützt sich hierbei auf ihre ausgewiesene Expertsie und Erfahrungen:

Derzeit hat SYGNIS einen Medikamentenkandidaten in einer klinischen Wirksamkeitsstudie für Schlaganfall (AXIS 2) und weitere Kandidaten in frühen und präklinischen Projekten.


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