Schlaganfall

Der Schlaganfall ist eine schwere Erkrankung, die plötzlich auftritt und häufig zum Tod oder zu erheblichen Behinderungen führt. Der Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache und in Europa die dritthäufigste Ursache für Behinderungen sowie vorzeitige Invalidität.
Die weitaus häufigste Form des Schlaganfalls ist der ischämische Hirninfarkt (85 Prozent). Ausgelöst wird er durch die Unterbrechung der Blutzufuhr im Gehirn, die zu einer unzureichenden Versorgung des betroffenen Areals mit Sauerstoff und Glucose führt. Es kommt zu einem massiven Sterben von Nervenzellen sowie zu Ödembildung und Entzündungsprozessen, welche die Schädigung verstärken und den Infarkt vergrößern. Für den Betroffenen äußert sich der Zelltod in Ausfallerscheinungen wie Lähmungen, Bewegungsstörungen sowie Sprach- und Sehbehinderungen. Neben dem ischämischen Schlaganfall, bei dem ein Blutgefäß verschlossen ist, gibt es den hämorrhagischen Schlaganfall, der durch eine Blutung in das Hirngewebe ausgelöst wird. Risikofaktoren für Schlaganfall sind fortgeschrittenes Alter, hoher Blutdruck, Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht und erhöhte Blutfette.
Derzeit gibt es für den Schlaganfall nur eine zugelassene Akuttherapie, die Auflösung des Verschlusses mit dem Gewebe-Plasminogen-Aktivator (t-PA). Diese so genannte Lyse-Therapie darf allerdings nur in den ersten drei Stunden nach Auftreten der Symptome erfolgen. Das, verbunden mit der aufwendigen Diagnose zum Ausschluss möglicher Komplikationen, führt dazu, dass lediglich zwei bis drei Prozent aller Schlaganfallpatienten die Lyse-Therapie erhalten können. Alle anderen Therapie-Ansätze beschränken sich darauf, einen weiteren Schlaganfall zu verhindern (Heparin, Acetylsalicylsäure (ASS), Blutdruckkontrolle). Für die Mehrheit der Patienten besteht keinerlei Therapiemöglichkeit.
In Anbetracht von weltweit 1,8 Millionen neuen Schlaganfallpatienten jährlich, 250.000 davon alleine in Deutschland, ist dies ein unbefriedigender Zustand. Viele Patienten erleben dennoch eine gewisse Verbesserung ihrer Symptome im Laufe der Rehabilitation. Das menschliche Gehirn hat eine enorme Fähigkeit zur Regeneration und Neustrukturierung um verlorene Funktionen zumindest teilweise zu ersetzen. Diese Fähigkeit wird z. B. durch Physiotherapie oder Logopädie unterstützt.
SYGNIS hat mit AX200 ein Medikament in der klinischen Entwicklung, welches zahlreiche Aspekte der Erkrankung adressiert. Es schützt geschädigte Nervenzellen vor dem Zelltod und fördert die Blutversorgung des betroffenen Areals durch Öffnen von kleinen Blutgefässen (Arteriogenese). AX200 fördert darüber hinaus die Regeneration von Nervenzellen durch Anregung adulter Stammzellen stimuliert die Neuorganisation des Gehirns (Plastizität).


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