Indikationen

Man kann ZNS-Erkrankungen grob in psychiatrische und neurologische Erkrankungen einteilen. Psychiatrische Erkrankungen manifestieren sich generell in einer Störung des Seelenempfindens, z.B. Depressionen, Psychosen (Schizophrenie) oder Angstzustände, aber auch Verhaltensstörungen und Suchterkrankungen. Neurologische Erkrankungen umfassen ein sehr breites Spektrum unterschiedlichster Indikationen und Ursachen angefangen von Anfallsleiden (Epilepsie, Migräne), genetischen (Dystrophien), immunologischen (Multiple Sklerose), entzündlichen (Frühsommer-Meningoenzephalitis, FSME), neurodegenerative (Morbus Alzheimer), vaskulären (Schlaganfall) bis hin zu verletzungsbedingten (Rückenmarksverletzungen) Erkrankungen.

Zu der Gruppe der neurodegenerativen Erkrankungen zählt man den Morbus Alzheimer, den Morbus Parkinson, die Chorea Huntington, die Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung, die spinale Muskelatrophie (SMA) und die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Neurodegenerative, vaskuläre sowie verletzungsbedingte neurologische Erkrankungen gehen stets mit dem Untergang von Nervenzellen und einer daraus resultierenden Funktionsstörung oder eines Funktionsverlustes einher. Da für diese neurodegenerativen Erkrankungen derzeit nur unzureichende bzw. noch keine Therapien bestehen, ist der Bedarf an neuen Behandlungsmöglichkeiten sehr hoch.


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